Helfer in der Smartphone-Not
Digital-Pate Klaus auf Hausbesuch

Auf die Frage, warum sie die Hilfe der Digital-Paten in Anspruch genommen habe, sprudelt es aus der achtzigjährigen Monika nur so heraus: Ein defekter Akku machte es erforderlich, dass sie sich ein neues Smartphone kaufen musste. Durch die Installation kämpfte sie sich noch selbst durch. Doch dann tauchten immer wieder neue Fragen auf, für die die Zeit in den Smartphonesprechstunden verschiedener Träger einfach nicht ausreichte. Als sie dann auch noch Unterstützung bei ihrem Notebook brauchte, gab man ihr den Tipp, sich bei der Stiftung Magdalenenhospital zu melden.
Dort war während der Corona-Pandemie das Projekt „Digital-Pat*innen“ ins Leben gerufen worden. Ehrenamtliche kommen zu älteren Menschen, die Angebote außerhalb ihrer Wohnung aufgrund von Immobilität nur schwer wahrnehmen können oder denen das Lernen in einer Gruppe schwerfällt, nach Hause. Mit ihrer Unterstützung tauchen die älteren Menschen dann im Eins-zu-Eins-Kontakt und mit viel Ruhe und Spaß in die digitale Welt ein.
„Ich bin dankbar für meinen Digital-Paten Klaus“, erzählt Monika. „Viele Male hat er schon meine Handy- und Laptopprobleme gelöst.“ So vielseitig ihre Interessen sind, so vielseitig waren und sind auch ihre Fragen: von der Bedienung einer Sprach-App, die sie beispielsweise zu Themen aus den Nachrichten befragt, über die Münster- oder Bahn-App, die sie zu Abfahrtszeiten und Verkehrsverbindungen konsultiert, bis hin zu Apps, in denen Bonuspunkte beim Einkaufen gesammelt und eingelöst werden können.
Fit ist Monika inzwischen auch in der digitalen Kommunikation sowie in der Nutzung von Textverarbeitungsprogrammen wie Word, Excel und PowerPoint. Und ihre Fotos und Musiksammlung hat sie auch schon länger auf ihrem Rechner.
Damit Klaus, der von Anfang an als freiwillig Engagierter im Projekt ist, Monika helfen kann, hat er ihr beigebracht, Screenshots zu machen, wenn neue Probleme auftauchen. Für ihn ist es ganz normal, dass seine Hilfe als Digital-Pate immer wieder gefragt ist: „Ein Hammer bleibt ein Hammer,“ erklärt er anschaulich. „Technische Geräte und Programme ändern sich aber ständig und werfen immer neue Fragen auf.“ Für ihn macht es also auf jeden Fall Sinn, dass es das Projekt gibt: Bei den Hausbesuchen können besondere Fragen geklärt werden und auch immobile Menschen bekommen Hilfe.
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