Unterstützung beim Umzug
Ein Neuanfang mit Perspektive

Wir erzählen Ihnen jetzt die Geschichte einer 73-jährigen Frau aus Münster. Nennen wir sie Maria, denn ihren richtigen Namen dürfen wir nicht verwenden. Den Schlaganfall hatte Maria schon vor geraumer Zeit. Seither fällt sie oft hin und hat sich dabei sogar schon die Hand gebrochen. Maria atmet schwer, denn sie leidet an einer chronischen Lungenerkrankung. Das bisschen Mobiltät, das ihr noch bleibt, ist nur mit Rollator möglich, aber Maria lebt in einer Wohnung im ersten Obergeschoss. Einen Aufzug gibt es nicht. Und weil das Treppensteigen kaum noch geht, sind die Wege zum Einkaufen oder in den Waschkeller unüberwindbare Hindernisse. So zieht sich Maria immer mehr zurück. Sie verlässt ihre Wohnung kaum noch und ihre sozialen Kontakte werden weniger.
Das Amt für Wohnungswesen der Stadt Münster konnte für Maria eine barrierefreie Wohnnung finden. Den Umzug würde in ihrem besonderen Fall die Pflegekasse bezahlen, aber was ist mit der anfallenden Doppelmiete und den Kosten für notwendige Renovierungen? Maria ist verzweifelt. Der langersehnte und so wichtige Umzug steht auf dem Spiel.
Menschen wie Maria gibt es viele in Münster: alt, krank und arm. Mit dem Programm "Unterstützung beim Umzug" hilft die Stiftung Magdalenenhospital Menschen wie Maria. Die Stiftung übernimmt zum Beispiel Doppelmieten und Renovierungskosten. Jetzt wohnt Maria in einer altengerechten, barrierefreien Wohnung. Sie kann ihre Wohnung wieder selbstständig verlassen, sich sicher bewegen und am Leben teilnehmen - ein echter Neuanfang.
Das Förderprogramm "Unterstützung beim Umzug" der Stiftung Magdalenenhospital verfolgt das Ziel, das selbstständige Wohnen trotz Alter, Behinderung, Pflegebedarf oder eingeschränkter Alltagskompetenz zu erhalten, zu fördern oder wiederherzustellen. Das Programm unterstützt insbesondere Menschen, die die notwendigen personellen, organisatorischen oder finanziellen Mittel für einen Umzug nicht aus eigener Kraft aufbringen können. Im Jahr 2025 wurden über 20 Anträge bewilligt. Die Stiftung stellt jedes Jahr 40.000 Euro für das Förderprogramm bereit. Die Unterstützung ersetzt nicht ein zumutbares Maß an Selbsthilfe und mobilisierbare Hilfen aus dem persönlichen Umfeld.
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