10 Jahre Leben in Gemeinschaft

Irmgard Buschmann Haus für dementiell erkrankte Menschen feiert Geburtstag

„Die dementiell erkrankten Menschen, die hier leben, haben bei uns nicht nur eine Tagesstruktur, sondern bekommen darüber hinaus viele kleine Momente der Aufmerksamkeit“, betont Doris Schröer, Leiterin des Irmgard Buschmann Hauses. In dem Haus leben 19 dementiell Erkrankte im Alter von 70 bis 90 Jahren in zwei Wohngemeinschaften.

Aus einer Stiftung heraus ist das Irmgard Buschmann Haus entstanden. Das Ehepaar Friederich und Irmgard Buschmann hat die Stiftung gegründet, die auch deren Namen trägt. Kuratoriumsvorsitzender Dr. Karl-Peter Esser kannte Irmgard Buschmann noch persönlich. „Der Stifterin war es ein Herzensanliegen, sich um Senioren in Münster zu kümmern, die auf Hilfe angewiesen sind“, erzählt Esser. Die Buschmann Stiftung gibt es seit 1999. Sie ist eine der Kommunalen Stiftungen in Münster. „Ganz im Sinne des Stifterpaares haben wir 2007 das Irmgard Buschmann Haus errichtet“, betont Petra Woldt, Leiterin der Geschäftsstelle Kommunale Stiftungen. „Es ist ein offenes, lichtdurchflutetes Haus, das immer wieder alle Sinne der dementiell erkrankten Menschen anregt.“

Zur 10-Jahres-Feier sind alle Bewohner und deren Angehörige zu einem festlichen Brunch zusammengekommen. „Das Haus ist gut für die Menschen hier in Gievenbeck“, sagte der stellvertretende Bezirksbürgermeister, Peter Wolfgarten, der gerne zum Gratulieren kam. Als Trägervertreter des Irmgard Buschmann Hauses bedankte sich Dr. Michael Lucas insbesondere bei den Mitarbeitern: „Ein professionelles Team schafft tagtäglich einen Ort des Wohlfühlens.“ Und das ist auch immer wieder eine Herausforderung, denn Demenz ist eine fortschreitende Erkrankung. „Wir müssen uns jeden Tag auf neue Situationen und Veränderungen einstellen“, sagt Doris Schröer. „Bewegung, Aktivitäten und Gespräche sind wichtig und natürlich eine große Portion Empathie im Team.“ Rund 30 Mitarbeiter im Tages- und Nachtdienst sind insgesamt im Team. Auch vier Ehrenamtliche gibt es im Irmgard Buschmann Haus. „Da sind wir übrigens durchaus offen für mehr“, betont Schröer.

Zur Feier des Tages gab es nicht nur einen sonntäglichen Brunch, den die Hauswirtschafterinnen liebevoll zusammengestellt hatten. Ein Fagott-Trio mit der Musikerin Ute Hillmann und zwei Schülerinnen sorgte außerdem für festliche Musik und zwar auch ehrenamtlich. Clownin Lisette verbreitete gute Laune unter den Gästen. Mit alkoholfreiem Sekt wurde dann angestoßen auf die nächsten 10 Jahre des Irmgard Buschmann Hauses.